100 MBit Leitung – Wie schnell und welche Downloadgeschwindigkeit?

100-MBit-Leitung-ratgeberMitunter verzweifeln manche Internetnutzer an zu langsamen Downloads oder auch an einem sehr trägen Seitenaufbau. Sie starren auf den Bildschirm und nichts tut sich, vielleicht nicht ganz, es dauert aber und dauert. Viele Internetanbieter versprechen jetzt zwar schon in ihren Angeboten eine hohe Surfgeschwindigkeit, aber leider ist auch diese in der Praxis meist deutlich langsamer als angegeben. Neben den alten DSL-Anschluss mit 16 MBit/s und nach der Umstellung auf VDSL mit 25 bis 50 MBit/s werben jetzt erste Internetprovider mit dem 100 Megabit-Internet. Natürlich klingen 100 MBit/s außerordentlich verlockend, da das Highspeed-Internet nun sechsmal schneller sein soll als das alte. Das Angebot erfolgt über ein TV-Breitbandkabelanschluss und verspricht eine schnellere Download- und Upload-Rate. Die Frage ist auch, ob eine eine 100MBit Leitung nur mit Glasfaser möglich ist. Ist das Gebiet mit Vectoring ausgebaut, so reicht in der Regel aber auch eine Kupfer Leitung.

Umstellung auf 100 Megabit-Internet

Manche Nutzer stehen nun vor der Frage, ob sich eine solche Umstellung auch immer lohnt. Auch bei diesem neuen Provider-Angebot gibt es Vor- und auch Nachteile. Ein Umstieg sollte daher immer genauestens überlegt werden.
DSL Vergleich durchführen

100 MBit Leitung: Neuer Router notwendig

Die bisherigen verwendeten Router unterstützen das Angebot des 100 Megabit-Internets kaum. Es gibt hier nur ganz wenige, die eine Funktion mit einer Geschwindigkeit von 100 MBit/s erlauben. Normalerweise ist dann für eine einwandfreie Nutzung des Highspeed-Internets ein neuer dementsprechender Router notwendig.

Relativ hohe Kosten

Schnell sein ist teuer! Das gilt nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch fürs Surfen im Internet. Nicht gerade sehr vorteilhaft sind die Kosten für ein neues Netzwerkgerät. Daneben entstehen auch relativ hohe Gebühren für die Nutzung des neuen Highspeed-Internets. Viele Anbieter lassen sich das Plus an Geschwindigkeit auch extra honorieren.

Diese hohen Kosten sind momentan noch darauf zurückzuführen, dass es auf dem Markt nur eine geringe Anzahl an Internetprovidern mit Angeboten zum 100 Megabit-Internet gibt. Auch hier lohnt sich vor dem Abschluss von Verträgen ein Tarifscheck.

Rechenleistung des Computers wichtig

Die richtige Nutzung des neuen Internets ist aber auch noch von verschiedenen anderen Faktoren abhängig. Um schnelle Downloads und auch eine ebenso schnelle Verarbeitung der Datenpakete in einem bestimmten Zeitraum zu gewährleisten, ist die Rechenleistung des jeweiligen Computers ausschlaggebend.

Daneben spielen aber auch die heimische Verkabelung und die jeweiligen Internetserver eine große Rolle, ob das Angebot unterstützt wird.

Upload-Rate sehr schnell bei 100 MBit Leitung

Bei der Übertragungsrate bestehen vergleichsweise zwischen dem 50 Megabit-Internets und dem neuen Highspeed-Internet keine größeren Unterschiede. Anders sieht es hier jedoch dann bei der Upload-Rate aus. Diese ist bei 100 MBit wesentlich schneller. Das wirkt sich recht positiv darauf aus, dass beispielsweise Bilder, Videos oder auch Musik schneller im Internet abgelegt werden können.

Diese schnellere Upload-Rate sorgt daneben auch für eine noch schnellere Hochladung verschiedener Plattformen wie unter anderem Facebook, Youtube oder auch Flickr Dateien. Daneben ist nun auch eine Vereinfachung bei der Arbeit mit Cloud-Computing-Diensten zwischen den einzelnen Geräten möglich.

Stabile Verbindung

Zum Leidwesen vieler Internetnutzer kommt es immer wieder zu Problemen bei der Nutzung von 16 MBit und auch 25 MBit-Verbindungen, wenn zur gleichen Zeit mehrere Personen von einem Anschluss aus im Internet unterwegs sind. Es wird dann hier die Leistung auf die einzelnen Nutzer aufgeteilt.

Anders sieht es nun bei der Nutzung einer Highspeed-Verbindung mit einer 100 MBit Leitung z.B aus. Bei einer gleichzeitigen Nutzung durch mehrere Personen bleibt die Verbindung immer stabil.

Nicht in allen Angeboten Highspeed drin

Mitunter kann der Internetanschluss auch wesentlich langsamer sein, auch wenn Anbieter eine Geschwindigkeit von 100 MBit/s versprochen haben. Meist werden in den Angeboten die Maximalgeschwindigkeiten angegeben. Sollte diese dann nicht immer bereitgestellt werden, drosseln die Anbieter dann die Geschwindigkeit.

In solchen Fällen ist es empfehlenswert, die Geschwindigkeit zu kontrollieren. Dies kann mithilfe eines Speedtest erfolgen. Er ist einfach durchführbar und daneben auch kostenlos. Anbieter sind im Internet zu finden.

Falls sich dann herausstellt, dass die Bandbreite nicht vollständig zur Verfügung steht, können die Nutzer die Kosten reduzieren, indem sie die im Vertrag vereinbarte Geschwindigkeit zurückstufen und damit dann auch gleichzeitig Kosten sparen.

Es gilt festzuhalten:

  • Download-Raten beim Highspeed-Internet momentan nicht wirklich vorteilhaft.
  • Relativ hohe Kosten für die Anschaffung eines neuen Netzwerkgerätes.
  • Momentan recht hohe Gebühren für 100-Megbit-Verbindung.
  • Computerleistung und heimische Verkabelung haben Einfluss auf die Verbindung.
  • Vorteilhaft ist ein schnelles Hochladen von Dateien bei Facebook und Co.
  • Datenaustausch mittels Cloud-Computing wird wesentlich vereinfacht durch hohe Übertragungsrate.

Kostenloser Speedtest und Downloadgeschwindigkeit

Bei einem Speedtest werden die Download – und Uploadgeschwindigkeit getestet und anschließend dann mit möglichen Transferraten verglichen. So kann ermittelt werden, ob ein Anschluss zu langsam ist. Die Provider zeigen lediglich mit den angebenden Geschwindigkeiten an, welche dann für den Kunden für eine Nutzung reserviert werden.

Die Downloadgeschwindigkeit ist immer abhängig von der Größe der gesendeten Dateien, aber auch von der eigenen Downloadgeschwindigkeit und natürlich von der Ladegeschwindigkeit des Servers. Da der Weg zu einem Internetanschluss immer sehr lang ist, hat dies eine Auswirkung auf de Datenrate.

Während der Messung müssen alle Programme geschlossen sein, hauptsächlich Sicherheits-Software, wie beispielsweise Antiviren-Programme. Diese können schnell die Messung verfälschen. Während des Vorgangs wird die komplette Bandbreite benötigt. Es darf kein Download oder Abruf von Mails erfolgen.

Anschließend werden dann im Menü der Internetprovider und die Datenrate, die im Vertrag steht, eingegeben. Ein Server sendet nun an den zu testenden Rechner mehrere Datenpakete in unterschiedlicher Größe. Diese werden vom Rechner heruntergeladen und wiederum an den Server zurückgeschickt.

Die dafür benötigte Zeit ergibt die Down- und Upload-Geschwindigkeit. Um genaue Datenraten zu erhalten sind mehrere Messungen zu unterschiedlichen Zeiten notwendig. Der Durchschnitt aller Messungen ergibt dann die wahre Download- Upload-Geschwindigkeit. Empfohlen werden hierbei mindestens zwanzig Messungen an zwei unterschiedlichen Tagen über Netzkabel, nicht per WLAN. Die Webseite „wieistmeineip“ ermöglicht einen solchen Test.