Amazon Prime jetzt mit Video on Demand Angebot

Amazon Prime jetzt mit Video on Demand Angebot

Der größte Versandhändler im Internet verstärkt sein Angebot im Bereich Video on Demand. Der bisherige Dienst Lovefilm von Amazon ist seit dem Start des neuen Portals bereits abgeschaltet worden. Kunden werden nun auf Prime Instant Video umgeleitet. Für bisherige Kunden von Lovefilm entsteht damit kein Nachteil, obwohl die monatlichen Kosten im Abo etwas angestiegen sind (sie liegen dann bei 7,99 Euro pro  Monat). Neue Mitglieder können den neuen Dienst nur über eine Prime Mitgliedschaft nutzen. Und hier ändert sich dann das ursprüngliche Geschäftsmodell. Welche Vorteile und Nachteile entstehen dabei für Filminteressierte und ganz normale Amazon Kunden?

Neu ist nicht, dass immer mehr Bürger das Internet für Filme, Serien und TV-Programm nutzen. Der konventionelle Kabelanschluss dient schon lange nicht mehr zum alleinigen Konsum von audiovisuellen Angeboten. Einige legale Streaming Anbieter konnten sich bereits auf dem Markt etablieren, unter anderem maxdome und whatchever. Jetzt will auch Amazon kräftig mitmischen mit derzeit über 12.000 Filmen und Serien. Mit dem großen zusätzlichen Vorteil, dass die Prime Mitgliedschaft nicht nur Filme schauen garantiert, sondern gleichzeitig auch den Einkauf bei Amazon günstiger gestaltet.

Obwohl der Preis zunächst abschreckt, sind die 49 Euro, die Amazon Prime Instant Video im Jahres-Abo kostet, wirklich günstig. Ca. 4,08 Euro im Monat für kostenloses Filme und Serien Streaming, sowie die Einsparung von Versandkosten bei vielen Bestellungen kann sich für viele Kunden lohnen. Jetzige Prime Kunden werden womöglich enttäuscht sein, dass es keine Wahl gibt zwischen dem normalen Prime und dem Video Angebot. Denn sie sind mehr oder minder dazu angehalten 20 Euro mehr im Jahr auszugeben, obwohl sie vielleicht den Streaming Dienst überhaupt nicht nutzen. Allerdings bleibt der frühere Preis für Alt-Kunden bis zur Verlängerung zunächst bestehen. Läuft der Vertrag aus, kann entschieden werden, ob sich der höhere Preis rentiert oder lieber eine Kündigung eingereicht wird.

Auf jeden Fall bringt ein Video on Demand Dienst viele Vorteile. Nicht nur das schnelle und bequeme aussuchen von Filmen vom Sofa aus ist dabei zu bedenken. Auch die geringen Kosten im Abo im Vergleich zu Videotheken und Kinoeintritten sind ein großer Vorteil. Zudem ist die Flexibilität zu berücksichtigen. Öffnungszeiten und Kinoprogramm sind dann kein Thema mehr. Ein Nachteil ist natürlich die begrenzte Filmauswahl. Viele Filmeasten finden dort kein ausreichendes Angebot vor. Besonders ältere Filme oder kleine Produktionen sind nicht immer zu finden. Zudem ist es natürlich selbstverständlich, dass diese Portale nicht das Kino in seiner Aktualität ersetzen können. Das Kino hat bei den meisten Produktionen den zeitlichen Vorrang, sodass ein Kinobesuch oftmals nicht ersetzt werden kann. Das ist Falle der Portale natürlich auch ein Vorteil, da eine klare Abgrenzung stattfindet und so keine Konkurrenz zum Kino entsteht. Probleme bekommen hier schon eher die klassischen Videotheken und Verleihfilialen, da der Trend zunehmend zur online Leihe geht.

Amazon Instant Video

Der neue Dienst von Amazon bietet zwar auch die Möglichkeit einzelne Filme separat zu leihen oder auch zu kaufen, dennoch liegt das Hauptaugenmerk auf den Abschluss des Jahres-Abos. Natürlich ist es auch möglich, wie bei den anderen Anbietern auch, Filme und Serien auf dem Fernsehen oder auch Tablet anzusehen. Allerdings ist die Offline Funktion derzeit nur auf dem Kindle Fire möglich. Apps für den Genuss auf dem Smartphone gibt es derzeit nur für Apple Geräte. Nach und nach sollen hier aber Erweiterungen auch auf andere Anbieter vorgenommen werden. Interessant zu wissen ist die Tatsache, dass jetzige Prime-Kunden den Dienst bereits nutzen können. Noch zum ursprünglichen Preis von 29 Euro. Allerdings gilt dies nicht für das kostenloses Studenten Prime Angebot für ein Jahr. Eine Nutzung von Prime Instant Video ist dabei ausgeschlossen.

Insgesamt ist zu sagen, dass Amazon zwar sehr stark versucht, sein Versandgeschäft mit dem Highlight des Video on Demand zu verknüpfen, um so eine stärkere Kundenbindung zu erzeugen und darüber auch die Kostenkalkulation läuft, sodass der Dienst besonders günstig angeboten werden kann.  Wenn man allerdings davon ausgeht, dass viele Interneteinkäufer Amazon nutzen sowie potenzielle Interessenten von Streaming Angeboten sind, ist diese preisgünstige Verknüpfung nur sinnvoll. Davon profitierten dann auch die Kunden. Zumal Amazon sein audiovisuelles Angebot stetig ausbauen möchte und in Zukunft auch mehr eigene Serien produzieren möchte. Diese sind ab sofort neben den USA auch in Deutschland bei Prime Instant Video zu sehen. Die Entwicklung an sich zeigt stark den Trend zum heimischen Filmgenuss vor dem PC oder TV und ermöglicht einen unkomplizierten Genuss von Film-Entertainment.

Bildquelle: Amazon.de